Suchraum strukturieren
Zu Beginn wird festgelegt, welche Unternehmensbereiche, Produkte, Prozesse oder betrieblichen Problemstellungen betrachtet werden. Bereits vorhandene Ideen werden aufgenommen und in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht.
AMON POTENZIALANALYSE
Additive Fertigung entfaltet ihren Nutzen nicht durch die Technologie allein, sondern durch die richtige Anwendung. Die AMON Potenzialanalyse untersucht Produkte, Bauteile, Prozesse und betriebliche Problemfelder, bewertet mögliche Einsatzfälle auf einem frühen fachlichen Niveau und macht sichtbar, welche Anwendungen eine vertiefte Prüfung verdienen.
Das Ergebnis ist eine priorisierte Potenzialübersicht mit ersten fachlichen Bewertungshinweisen, offenen Informationsbedarfen und klaren Empfehlungen für die nächsten Schritte.
DER PASSENDE EINSTIEG
Die Potenzialanalyse ist der richtige Einstieg, wenn additive Fertigung grundsätzlich interessant erscheint, aber noch unklar ist, welche Bauteile, Prozesse oder betrieblichen Problemstellungen tatsächlich geeignet sind.
Vielleicht gibt es bereits erste Ideen. Möglicherweise stehen mehrere Anwendungen zur Auswahl oder einzelne Bauteile wurden bisher nur spontan betrachtet. Entscheidend ist: Es fehlt noch eine belastbare Übersicht, welche Möglichkeiten weiterverfolgt werden sollten und welche derzeit nicht.
Die Potenzialanalyse schafft diese Übersicht. Sie identifiziert mögliche Anwendungen, ordnet sie grundlegend ein und priorisiert die aussichtsreichsten Kandidaten für eine spätere Vertiefung.
Eine konkrete Anwendung, ein Bauteil oder eine klar abgegrenzte Einführungsidee ist bereits vorhanden?
VOR DER AUSWAHL
In vielen Unternehmen beginnt die Beschäftigung mit 3D-Druck bei auffälligen Einzelteilen, spontanen Vorschlägen oder dem Wunsch nach einer bestimmten Maschine. Was leicht sichtbar ist, ist jedoch nicht automatisch das beste Potenzial. Wirtschaftlich und organisatorisch relevante Anwendungen liegen häufig in wiederkehrenden Beschaffungsproblemen, Varianten, Ersatzteilen, Vorrichtungen oder Prozessen, die bislang nicht als zusammenhängender Suchraum betrachtet wurden.
Ohne eine gemeinsame Bewertungslogik bleiben mögliche Anwendungen schwer vergleichbar. Technische Grundsätzlichkeit, betrieblicher Nutzen, Mengenstruktur, Lieferzeit und vorhandene Informationen werden unterschiedlich gewichtet. Dadurch fließen Zeit und Budget schnell in Anwendungen, die zwar interessant wirken, aber keine vertiefte Prüfung rechtfertigen.
Der notwendige erste Schritt ist deshalb nicht die Auswahl eines Druckverfahrens oder einer Maschine, sondern eine strukturierte Sicht auf die möglichen Anwendungen. Erst eine nachvollziehbare Priorisierung schafft die Grundlage dafür, die aussichtsreichsten Kandidaten gezielt weiterzuverfolgen.
BETRACHTUNGSRAUM
Ausgangspunkt der Potenzialanalyse können Produkte, Bauteile und Baugruppen ebenso sein wie Ersatzteilbedarfe, Werkzeuge, Vorrichtungen, Varianten, Kleinserien oder wiederkehrende Probleme in Beschaffung, Montage und Logistik.
Dabei muss noch keine vollständige Bauteilliste vorliegen. Auch lange Lieferzeiten, hohe Mindestbestellmengen, häufige Änderungen oder schwer verfügbare Ersatzteile können auf Anwendungen hinweisen, bei denen eine additive Lösung näher untersucht werden sollte.
Ziel ist zunächst nicht, ein bestimmtes Druckverfahren oder eine Maschine auszuwählen. Die Potenzialanalyse schafft einen strukturierten Suchraum, macht mögliche Anwendungen vergleichbar und zeigt, welche Kandidaten eine vertiefte technische oder wirtschaftliche Prüfung rechtfertigen.
ANWENDUNGEN SYSTEMATISCH EINORDNEN
Zu Beginn wird festgelegt, welche Unternehmensbereiche, Produkte, Prozesse oder betrieblichen Problemstellungen betrachtet werden. Bereits vorhandene Ideen werden aufgenommen und in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht.
Mögliche Anwendungen werden nicht nur aus auffälligen Einzelteilen abgeleitet. Auch Beschaffungsrisiken, Variantenvielfalt, Änderungsbedarf, Werkzeugaufwand, Montageprobleme oder wiederkehrende Kleinbedarfe können relevante Kandidaten hervorbringen.
Die Anwendungen werden auf einem frühen fachlichen Niveau eingeordnet. Berücksichtigt werden unter anderem technische Grundsätzlichkeit, Funktion, Geometrie, Stückzahl, Bedarfsstruktur, heutiger Beschaffungsweg, Lieferzeit, erwartbarer Nutzen und erkennbare Risiken.
Diese Einordnung ersetzt noch keine vollständige Machbarkeits- oder Wirtschaftlichkeitsprüfung. Sie schafft jedoch eine gemeinsame Bewertungsgrundlage.
Die Kandidaten werden nachvollziehbar priorisiert. Dabei wird sichtbar, welche Anwendungen vertieft werden sollten, wo zunächst Informationen fehlen und welche Ansätze derzeit nicht weiterverfolgt werden sollten.
So konzentrieren sich die nächsten Schritte auf die Anwendungen, bei denen eine weitere Prüfung fachlich begründet ist.
VORGEHEN
Gemeinsam wird geklärt, welche Unternehmensbereiche, Produkte, Prozesse oder Problemstellungen untersucht werden und welche Ziele mit der Potenzialanalyse verbunden sind.
Vorhandene Ideen werden gesammelt und durch weitere Kandidaten aus betrieblichen Aufgaben, Beschaffungsproblemen und möglichen Einsatzfeldern ergänzt.
Die Anwendungen werden anhand gemeinsamer technischer, wirtschaftlicher und betrieblicher Kriterien eingeordnet.
Die Kandidaten werden miteinander verglichen und nach ihrem Bedarf an weiterer Prüfung geordnet. Vorbehalte, Ausschlussgründe und fehlende Informationen werden sichtbar gemacht.
Für die priorisierten Anwendungen wird bestimmt, welche Vertiefung fachlich sinnvoll ist. Das kann eine Readiness-Prüfung, eine technische Machbarkeitsprüfung, eine Wirtschaftlichkeitsbewertung oder zunächst die Beschaffung fehlender Informationen sein.
ERGEBNIS
Das Ergebnis führt die untersuchten Anwendungen in einer nachvollziehbaren Entscheidungsgrundlage zusammen. Es zeigt, welche Kandidaten eine vertiefte Prüfung verdienen, welche Informationen dafür noch benötigt werden und welche Anwendungen derzeit nicht weiterverfolgt werden sollten.
Die Potenzialübersicht umfasst:
KLARE LEISTUNGSGRENZEN
Die Potenzialanalyse bewertet mögliche Anwendungen bewusst auf einem frühen fachlichen Niveau. Sie enthält keine vollständige technische Machbarkeitsprüfung, keine abschließende Material- oder Verfahrensauswahl und keine genaue Herstellkosten- oder Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Auch Konstruktion, CAD-Bearbeitung, Prototypenfertigung, Bauteiltests, Validierung, Maschinenbeschaffung und Implementierungsplanung sind nicht Bestandteil der Potenzialanalyse.
Für priorisierte Anwendungen kann eine vertiefte technische, wirtschaftliche oder organisatorische Prüfung sinnvoll sein. Ist ein Anwendungskandidat ausreichend konkretisiert, kann AMON Readiness den nächsten passenden Schritt bilden.
Dieser Übergang ist eine mögliche fachliche Fortsetzung, aber keine verpflichtende Leistungskette. Eine Anwendung kann ebenso zunächst zurückgestellt oder außerhalb von AMON Additive weiterbearbeitet werden.
NÄCHSTER SCHRITT
Sie möchten additive Fertigung in Ihrem Unternehmen untersuchen, wissen aber noch nicht, welche Anwendungen eine vertiefte Prüfung rechtfertigen?
Beschreiben Sie kurz, welche Unternehmensbereiche betrachtet werden sollen, welche Ideen oder betrieblichen Problemstellungen bereits bekannt sind und welches Ziel Sie mit der Potenzialanalyse verfolgen. Für die erste Einordnung sind noch keine vollständigen CAD-Daten oder ausgearbeiteten Anwendungskonzepte erforderlich.
Wir klären gemeinsam, ob die Potenzialanalyse zu Ihrer Ausgangssituation passt und welcher Betrachtungsrahmen sinnvoll ist.